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Kognitive Belastung und HöranstrengungCognitive load and listening effort

Kognitive Belastung und Höranstrengung





Kognitive Belastung beim Sprachverstehen

In akustisch anspruchsvollen Kommunikationssituationen ist nicht nur das Hörvermögen von Bedeutung, sondern auch kognitive Leistungen wie z.B. Aufmerksamkeit oder Arbeitsgedächtnis. In verschiedenen Studien konnte ein Zusammenhang zwischen kognitiver Kapazität und dem Sprachverstehen nachgewiesen werden. Da im Alter häufig nicht nur das Hörvermögen nachlässt, sondern auch kognitive Leistungen einem Abbau unterliegen, ist besonders für ältere Personen die Kommunikation in anspruchsvollen Situationen - z.B. wenn meherere Personen gleichzeitig sprechen - problematisch.

 

Unsere Forschung auf diesem Gebiet versucht, kognitive Leistungen zu identifizieren, die für unterschiedliche Kommunikationssituationen vom Bedeutung sind. Hierzu zählt z.B. die Unterschuchung verschiedener Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsfunktionen im Rahmen sprachaudiometrischer Verfahren. Ebenso ist von Interesse, wie die Versorgung mit Hörhilfen (Hörgeräte und Cochlea Implantate) mit der kognitiven Kapazität der Nutzer zusammenspielt.

 

Ausgewählte Veröffentlichungen:


Meister H, Schreitmüller S, Ortmann M, Rählmann S, Walger M. Effects of Hearing Loss and Cognitive Load on Speech Recognition with Competing Talkers. Front Psychol. 2016 Mar 4;7:301. doi: 10.3389/fpsyg.2016.00301

 

Meister H, Schreitmüller S, Grugel L, Beutner D, Walger M, Meister I.
Examining speech perception in noise and cognitive functions in the elderly. Am J
Audiol. 2013 Dec;22(2):310-2



Meister H, Schreitmüller S, Grugel L, Ortmann M, Beutner D, Walger M, Meister IG. Cognitive resources related to speech recognition with a competing talker in young and older listeners. Neuroscience. 2013 Mar 1;232:74-82.

 

 


Erfassung der Höranstrengung

Mit Höranstrengung wird i.a. der subjektiv empfundene Aufwand bezeichnet, mit dem Sprache verstanden werden kann. Selbst wenn die Sprachverständlichkeit nicht eingeschränkt ist, kann es unter akustisch ungünstigen Situationen schwer sein, einem Gespräch zu folgen. Die Vorstellung dabei ist, dass dann vermehrt kognitive Ressourcen für die ansonsten weitgehend automatisierte und mühelose Sprachwahrnehmung benötigt werden.

 

Damit ergibt sich grundsätzlich das Potenzial, eine weiteres Maß z.B. im Rahmen der Bezurteilung der Effekitivität einer Hörgeräte oder CI-Versorgung einzubeziehen. Ein allgemein geeignetes Maß für die Höranstrengung hat sich allerdings noch nicht etabliert.

 

Unsere Untersuchungen beziehen sich auf verschiedene subjektive und objektive Messgrößen. So untersuchen wir einfache Rating-Skalen, aber auch komplexere Doppelaufgabenstellungen (Dual Task) oder physiologische Maße wie die elektrodermale Aktivität hinsichtlich ihrer Eignung, Höranstrengung abzubilden.

 

 Ausgewählte Veröffentlichungen:

 

Ortmann M, Rählmann S,Walger M, Meister H: EDA (Hautleitwert) als Maß für Höranstrengung? DGMP-Jahrestagung Köln, 18.9.-21.9.2013

 

 

Igelmund P, Meister H, Brockhaus-Dumke A, Fürstenberg D, von Wedel H, Walger M (2009) P300 and reaction time as measures of hearing effort of CI users during sound discrimination in noise DGA Jahrestagung 2009, Innsbruck, Z. Audiol.

 


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